Unterwasser-Lebensentwurf, 2018

Während des Rundgangs 2018 wohnten Marco Biermann und Tomas Kleiner rund 10 Tage lang gemeinsam in ihrem Unterwasser-Apartement vor dem Haupteingang der Düsseldorfer Kunstakademie.
Ziel war es, ueber die Ausstellungsdauer einen Normalisierungsprozess der Handhabung des ungewohnten Umfeldes herzustellen. So verbrachten die beiden Absolventen ihre Tage damit, es sich in dem etwa 15m² und 25m³ grossen Raum gemütlich zu machen und sich den alltäglichen Handlungen des Haushalts zu widmen: Sich umziehen, Zähneputzen, Essen preparieren und essen, aufräumen, putzen, Gesellschaftsspiele spielen, lesen, musizieren, sich ausruhen etc.
Der experimentelle Rahmen mit seinen ganz eigenen Verhältnissen der Gravitation, des Auftriebs, aber auch des Atemluft- und Wärmehaushalts und dem zeitgenoessischen Modus der Selbstveroeffentlichung eröffnete somit einen Spielraum, in dem die Choreografien des Alltags auf performative weise sichtbar gemacht wurden, die sich sonst meist wie blinde Flecken in der Normalität und dem Alltagstrott verflüchtigen.